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Fuge

Im Bauwesen gibt es die unterschiedlichsten Arten von Fugen.

  • Anschlussfuge
    Sobald zwei unterschiedliche Bauteile aufeinander treffen, entsteht zwangsläufig ein Spalt. Soll dieser geschlossen werden, spricht man von einer Anschlussfuge, z. B. zwischen Waschtisch und Wandfliesen.

  • Arbeitsfuge
    Bei Arbeitsfugen handelt es sich um prozessbedingte Fugen. Das bedeutet, dass z. B. aus herstellungstechnischen Gründen in Arbeitsschritten gearbeitet werden muss. Die Fugen zwischen den Abschnitten dienen aber nicht dem Bewegungsausgleich, sondern werden zur Verbindung der Arbeitsabschnitte genutzt, z. B. große Betonflächen, die über mehrere Tage gegossen werden.

  • Bauwerksfuge
    Hierbei handelt es sich um eine (verfüllte) Fuge zwischen Bauwerken. Sie gleicht eventuell auftretende Setzungen aus und verhindert Schallbrücken zwischen den Gebäuden, z. B. bei Reihenhäusern oder Doppelhaushälften.

  • Bewegungsfuge (Dehnfuge)
    Eine Bewegungsfuge soll Spannungsrissen vorbeugen. Wird eine zu große zusammenhängende Fläche erzeugt, können durch den Einfluss von Feuchtigkeit oder Temperaturunterschieden Risse auftreten, wodurch ganze Bauwerke zerstört werden können. Wichtig ist, dass vorhandene Bewegungsfugen auch mit in einen Oberbelag übernommen werden müssen. Eine „klassische“ Bewegungsfuge findet man in einem eingebrachten Estrich. Dieser wird bei größeren Flächen in Segmente unterteilt.

  • Mauerwerkfuge
    Wie der Name schon sagt, bezeichnet diese die Fuge, die bei dem Erstellen einer Mauer zwischen den einzelnen Mauersteinen entsteht.

  • Raumfuge
    Eine Raumfuge findet man häufig im Straßenbau. Hier wird absichtlich ein breiter, unverfüllter Spalt gelassen, um dem Belag die witterungsbedingte Ausdehnung oder das Zusammenziehen zu ermöglichen, ohne das Risse entstehen.

  • Scheinfuge
    Scheinfugen sind nachträglich erstellte Fugen z. B. in einem Estrich. Diese werden nach dem Erstellen des Estrichs durch Einkerben der Oberfläche erstellt und bilden auf diese Art Sollbruchstellen, um Spannungsunterschiede aufzunehmen.

  • Wartungsfuge
    Eine Wartungsfuge ist eine z. B. mit einem Silikondichtstoff verfüllte Fuge, die regelmäßig überprüft werden muss. Sollte diese Fuge undicht werden, kann es zu Folgeschäden kommen. Bestes Beispiel hierfür ist die Silikonfuge zwischen Wannenrand/Duschtasse und Fliesen. Sollte diese Fuge reißen, können erhebliche Wasserschäden die Folge sein. Also bedarf diese Fuge einer ständigen Wartung.

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