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Blume des Jahres 2009 - Die Wegwarte

Blaue Blume der Romantik

Die Legende

"Es war einmal ein wunderschönes junges Burgfräulein, welches einen tapferen Ritter liebte. Dieser jedoch musste sein Land verlassen, um es im Krieg zu verteidigen.

WegwarteSeine unglückliche Geliebte wartete Jahr um Jahr vergeblich auf ihn. Jeden Morgen stand sie mitsamt ihrer Hofdamen am Straßenrand vor dem Stadttor und suchte sehnsüchtig den Horizont nach ihrem Ritter ab und gab die Hoffnung nicht auf, ihn doch eines schönen Tages wieder in ihre Arme schließen zu können.

Schließlich hatte der Himmel Erbarmen mit der wartenden Liebenden:
Er verwandelte das Burgfräulein in eine wunderschöne zarte weiß-schimmernde Blüte, ihre Hofdamen wurden zu zahlreichen hellblauen Blüten: Die Blüten der Wegwarte, die seither Tag und Nacht am Wegesrand stehen und hoffnungsvoll auf die Rückkehr des geliebten Ritters warten."

Nickende Distel
Vielseitiger Blickfang: die Wegwarte schmückt nicht nur den Wegesrand, sie ist auch nützlich

Diese Geschichte um die in gemäßigten Zonen praktisch weltweit vorkommende, ähnlich dem Löwenzahn, milchsafttragende Pflanze, mag zwar nur eine Legende sein, jedoch bescherte sie der Wegwarte ihren Namen und spiegelt zudem zahlreiche Eigenschaften der schönen Wegbegleiterin wieder.

Entsprechend der Legende, in welcher das Burgfräulein samt Hofdamen jeden Morgen vor dem Stadttor stehen und dort am „Weg warten“, öffnen sich die Blüten der Wegwarte. Die Wegwarte ist sehr anspruchslos und somit tatsächlich vorzugsweise an Straßenrändern zu finden. Allmorgendlich folgen ihre Blüten der Sonne und schließen sich zur Mittags- oder Nachmittagszeit wieder, was der Wegwarte im Volksmund auch die Namen Sonnenwende, Sonnenwirbel und Sonnenbraut einbrachte.

Schon gewusst?

  • Die Wegwarte ist die wilde Verwandte des Chicorée-Salates.
  • Die Wurzel der Kaffezichorie wurde geröstet als Kaffeeersatz verwendet.

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